Rätsel

Das Protokoll des
Konzils von Jerusalem

Schauplatz: Krypta unter San Pietro

Im Jahr 48 nach Christus versammelten sich in Jerusalem zwölf Männer.
Nicht die Apostel. Nicht die Jünger.
Sondern die Erfinder einer künftigen Weltreligion.
Was in jener Nacht beschlossen wurde, hat die Geschichte der Menschheit verändert.
Nicht weil es wahr war.
Sondern weil es so überzeugend war, dass niemand mehr fragte.
Ein Protokoll dieses "Konzils von Jerusalem" überlebte.
Zweitausend Jahre lang schlummerte es in der Dunkelheit von
Sektion Delta.
Bis jemand es fand.
Und jemand anderes entschied – es muss für immer verborgen bleiben.
Was steht in diesem Dokument?
Und welches Wort im Protokoll hat mit der Ermordung des Papstes zu tun?
Finde das Wort!

Auszug aus dem Protokoll des Konzils:

... et quindecim annis post mortem Ieshuah bar-Ioseph, qui Iesus vocabatur, praedicatoris vagantis, qui a Romanis occupatoribus ut seditiosus in crucem actus et necatus erat, convenerunt duodecim viri Hierosolymis, ut decernerent veritatem quae populum regeret. Non quia vera esset – sed quia necessaria. Ille autem Iesus, homo inter homines, elevatus est in Filium Dei, in Verbum, quia mundus Verbum desiderabat. Unusquisque duodecim traditor factus est veritatis, ut Deum crearet. Quod scimus, tacemus. Quod tacemus, aeternum erit.

Murder Mystery - Der Schatten des Konzils - Rätsel 3 - Protokoll

Übersetzung des Textauszugs:

... und fünfzehn Jahre, nachdem der Wanderprediger Jeshuah bar-Josef, genannt Jesus, von den römischen Besatzern als Aufwiegler ans Kreuz genagelt und getötet worden war, versammelten sich zwölf Männer in Jerusalem, um eine Wahrheit zu beschließen, die das Volk regieren sollte. Nicht weil sie wahr war – sondern weil sie notwendig war. Jener Jesus aber, ein Mensch unter Menschen, wurde erhoben zum Sohn Gottes, zum Wort, weil die Welt ein Wort brauchte. Ein jeder der Zwölf wurde zum Verräter an der Wahrheit, um einen Gott zu erschaffen. Was wir wissen, verschweigen wir. Was wir verschweigen, wird ewig sein.

Welches Wort aus dem Urtext hat mit der Ermordung des Papstes zu tun?

Das lateinische Fragment enthält das Wort, das die zwölf Männer von Jerusalem verband.
Das Wort, das Jesus von einem Menschen zu einem Gott gemacht hat.
Das Wort, für das ein Papst gestorben ist.

Das gesuchte Wort war traditor – Was das Protokoll beweist …

Am rechten Rand des Pergaments ist eine eine handschriftliche Notiz in moderner Tinte auf Italienisch zu erkennen:

„Questo non può essere pubblicato. Mai. Per nessuna ragione. Il mondo non è pronto – e non lo sarà mai.
R.D.”

Übersetzung:

„Das darf nicht veröffentlicht werden. Niemals. Aus keinem Grund. Die Welt ist nicht bereit – und wird es niemals sein.
R.D.”

R.D. – Rafaele DiMarco

Die handschriftliche Notiz am Rand des Protokolls wurde analysiert.
Die Handschrift wurde mit offiziellen Dokumenten des Vatikans verglichen.
Das Ergebnis ist eindeutig.
Die Notiz stammt von Kardinal Rafaele DiMarco.
Präfekt der Glaubenskongregation.
Vertrauensperson des Papstes.
DiMarco wusste vom Protokoll.
DiMarco hatte Zugang zur Sektion Delta – in der Tatnacht.
DiMarco hat die Verbindungstür seiner Gemächer um 02:08 Uhr geöffnet.
DiMarco hat geschrieben: „Das darf nicht veröffentlicht werden. Niemals."
Papst Clemens XV. wollte das Protokoll veröffentlichen.
Kurz darauf war er tot.
Das ist kein Zufall.
Das ist ein Motiv.
Ist das der Mörder?